Wie baue ich einen Presseverteiler auf?

Wie baue ich einen Presseverteiler auf?

Wie baue ich einen Presseverteiler auf?

Das die Medien bei der Ansprache Eurer Zielgruppe eine ganz besondere Rolle spielen, versteht sich eigentlich von selbst: Wir werden fast rund um die Uhr von Medien angesprochen: Gleich morgens weckt uns der Radiowecker, das Autoradio beschallt uns auf dem Weg zur Arbeit, im Internet informieren wir uns auf Nachrichtenportalen, bei einem gemütlichen Kaffee lesen wir die Zeitung oder schmökern in unserer Lieblingszeitschrift. Und abends lassen wir uns vielleicht gemütlich auf der Couch vom Fernseher berieseln. Eure Aufgabe besteht jetzt darin, einen Zugang zu diesen Medien zu finden, damit genau Ihr es seid, über die bestenfalls berichtet wird.

Die Medienlandschaft verstehen lernen

Die deutsche Medienlandschaft teilt sich in verschiedene Bereiche auf: Print, Online und Live. Diese wiederum unterteilen sich in verschiedene Unterkategorien. Bevor Ihr also einzelne Journalisten ansprecht, macht es Sinn, sich diese Struktur genauer anzuschauen und herauszufiltern, welche dieser Unterkategorien für Euch überhaupt in Betracht kommen. Es ist nämlich zielführender, einzelne Medienvertreter individuell anzusprechen als seine Nachrichten gießkannenartig an alle Medien zu verteilen.

Der Bereich Print lässt sich nach regionalen Kriterien, nach Themen und nach Frequenz des Erscheinens unterteilen: Es gibt also regionale Zeitungen, Anzeigenblätter und Magazine (Hamburger Abendblatt, PRINZ) wie überregionale Zeitungen (Welt). Man unterscheidet auch zwischen Tageszeitungen (FAZ), Wochenzeitungen (ZEIT) und Sonntagszeitungen (FAS). Daneben gibt es natürlich Publikumszeitschriften nach diversen Interessensgruppen unterteilt. Hier nur ein paar Beispiele, die sich beliebig fortsetzen lassen: Nachrichten (Spiegel), Unternehmer (impulse), Frauen (Brigitte), Einrichten (Schöner Wohnen), Garten (Mein schöner Garten), Psychologie (Psychologie heute) etc…

Überlegt Euch genau, welche Printmedien Eure Zielgruppe liest und genau diese solltet Ihr in Euren Verteiler aufnehmen.

Genauso sieht es im Bereich Online aus. Mittlerweile haben fast alle wichtigen Zeitungen und Zeitschriften eine eigene Online-Redaktion. Darüber hinaus gibt es wichtige Interessensportale, die eventuell von Euren Zielgruppen frequentiert werden (Beispiel gofeminin für Frauen). Schaut auch hier genau, welche für Euch relevant sein können.

Den Medienbereich Live unterteilen wir in die Bereiche TV und Radio. Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern gibt es unzählige private Sender und speziell im TV Special-Interest-Kanäle. Und auch hier gibt es regionale wie überregionale Angebote. Überlegt, welche Sender und Sendungen Eure Zielgruppe schaut bzw. hört und zu welchen Uhrzeiten. In welcher Sendung könntet Ihr Euch als Experte für Euer Thema positionieren?

Recherche, Recherche, Recherche

Nun geht es daran, das alles zu Papier bzw. in eine Datei zu bringen, damit Ihr Eure Journalistenkontakte stets abrufen könnt. Und dafür müsst Ihr im wahrsten Sinne des Wortes recherchieren, recherchieren und nochmals recherchieren. Denn viele Medien machen es Euch nicht gerade einfach, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Der erste Anhaltspunkt ist das Impressum auf der Website des einzelnen Mediums. Eventuell gibt es auch einen eigenen Bereich zur Redaktion. Wenn die Internetseite nichts dergleichen hergibt, könnt Ihr zum Hörer greifen und in der Zentrale bzw. im Sekretariat der Redaktion nach dem richtigen Ansprechpartner fragen. Notiert Euch gleich den Kontakt, am besten die persönliche Email-Adresse und die direkte Durchwahl. Dann könnt Ihr gleich den richtigen Journalisten ansprechen, wenn Ihr etwas zu berichten habt. Aber auch nur dann! Zusätzlich solltet Ihr Euch die allgemeine Telefonnummer und die Mailadresse der Redaktion notieren, für den Fall, dass Ihr Euren Ansprechpartner einmal nicht erreichen könnt.

Diese Recherche kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer diese Zeit nicht hat, kann sich über eine Mediendatenbank wie beispielsweise “Zimpel” gegen Gebühr eine Liste mit Pressekontakten besorgen. Aber auch hier gilt es, sorgfältig auszuwählen und zu prüfen, welche Kontakte wirklich für Euch relevant sind. Wenn Ihr Euren Presseverteiler angelegt habt, kann es losgehen mit der Ansprache der Journalisten. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten. Wie man zum Beispiel eine Pressemitteilung schreibt und wann eine Mitteilung wirklich eine Mitteilung ist, verraten wir Euch im nächsten Tipp.

 

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