Was mache ich, wenn mein Boss…

… mich überfordert?

Die erste Frage, die sich stellt, lautet: Weiß Ihre Führungskraft, dass Sie überfordert sind? Oder leiden Sie still vor sich hin und ertragen alles? Falscher Fehler, sage ich nur. Doch wie merzen Sie den aus?

Machen Sie eine grobe Aufgabeninventur. Beobachten Sie eine Woche lang, was Sie alles zu tun haben bzw. was Sie alles erledigen müssen. Fixieren Sie dies schriftlich und schreiben Sie dazu, wie viel Zeit Sie für welche Aufgabe benötigen. Jetzt denken Sie: „Oje, wann soll ich das denn noch machen? Ich schaffe die anderen Dinge doch schon nicht!“ Bedenken Sie bitte: Die meisten Vorgesetzten überzeugen nur ZDF – Zahlen, Daten, Fakten. Wenn Sie an Ihrer Situation etwas ändern möchten, brauchen Sie stichhaltige Belege für Ihr Arbeitspensum. Und wer weiß – vielleicht fällt Ihnen beim Aufschreiben schon auf, was Sie anders machen könnten. Wenn Sie alles zusammengetragen haben, bitten Sie um ein Gespräch. Legen Sie Ihrem Boss dar, was es alles zu tun gibt und fragen Sie ihn ganz gezielt nach den Prioritäten. Sie müssen gar nicht mal sagen: „Ich bin überlastet.“ Oder noch schlimmer: „Ich schaffe meine Arbeit nicht!“ Das wirft im Zweifel nur ein schlechtes Licht auf Sie und lässt Sie womöglich inkompetent wirken. Vielleicht ist Ihrem Vorgesetzten auch gar nicht klar, dass Sie der Aufgabenmülleimer der Nation sind, in dem sich einfach zu viele Aufgaben ansammeln. Stellen Sie es lieber geschickter an, spielen Sie den Ball zurück und fragen Sie nach Wichtigkeiten und Prioritäten. Ihr Chef sollte hier klare Angaben machen. So erfährt Ihre Führungskraft einerseits, was Sie alles erledigen, und Sie haben ab sofort (hoffentlich) eine klare Ansage, was bis wann erledigt sein muss und was noch liegen bleiben kann. So können Sie Ihre Aufgaben viel besser organisieren und Ihr Arbeitspensum anders einteilen bzw. reduzieren.

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