Die Boss-Story – Das Konzert meines Lebens

Als kleine Einstimmung auf mein aktuelles Buch:
Nach meinen 7 “heiligen Arschtritten” und nachdem mir Bruce Springsteen vor Jahren das Leben innerhalb einer Sekunde gerettet hatte (wie, können Sie im Buch nachlesen), habe ich am 5. Juli 2013 mein mittlerweile 6. Bruce Springsteen-Konzert dieses Mal in Mönchengladbach besucht und da ist es passiert. Bruce Springsteen, der ja eigentlich von nichts wusste, zieht (bzw. hievt) ausgerechnet MICH Wuchtbrumme aus dem Publikum im Borussia-Park auf die Bühne, um mit mir 1 Minute und 8 Sekunden zu “Dancing in the Dark”, einem inhaltlich passenden Song aus den Achtzigern zu tanzen! In dieser kurzen Zeit war er ganz für mich da. Hammer! Man könnte auch sagen. 1 Minute und 8 Sekunden voller Achtsamkeit, denn er hat mich ganz bewusst angeschaut, sich ganz auf mich konzentriert und ist ganz bei mir gewesen. Er, der absolute Superstar, bei dem sogar Barack Obama mal eben auf einen Kaffee vorbeischaut. Der noch heute mehrere Jahre fast ununterbrochen auf Welttournee gehen muss und alle großen Hallen voll bekommt. Er, der nicht umsonst „The BOSS“ genannt wird. Wow! Ich war mehr als nur geflasht!#

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Wenn ich das mal mit der Wirtschaft vergleiche… welcher Boss kümmert sich so intensiv um seine Mitarbeiter? Gut, nicht jede Führungskraft ist ein Rockstar und hat glühende Fans. Kein Wunder, denn nicht jede Führungskraft ist kooperativ und nett zu den eigenen Mitarbeitern. Doch Rockstars sind in jedem Fall nett zu Ihren Fans, denn sie wissen genau: ohne die Fans sind sie NICHTS! Und das ist im echten (Arbeits-)Leben ganz genau so. Puh, der Tanz war wirklich der absolute Hammer. Mittlerweile ist das Beweis-Video auf meiner Website unter den Downloads das meist angeklickteste Video. Gern erzähle ich hier die ganze dramatische und heitere Story, wie ich es ganz nach oben geschafft habe. Im Buch “Dance with the Boss – Wie Mitarbeiter ihre Chefs taktvoll führen”, habe ich die Analogie aufgemacht, wie jeder mit etwas Eigeninitiative das erreichen, was er möchte! Viel Spaß beim Lesen… Meine Boss-Story wird immer dramatischer und humorvoller.

Wer bei Bruce Springsteen ganz vorne an der Bühne stehen möchte, muss ein ganz bestimmtes Prinzip durchlaufen. Denn so einfach wie früher, dass man sich bei Konzerten nach vorne durchdrängelt oder irgendwelche Ordner mit einem dramatischen Augenaufschlag schmiert, geht das nicht mehr. Dafür gibt es (zum Glück) die ganzen Sicherheits-Absperrungen, damit keiner im Gedrängel zu Schaden kommt. Wer also direkt vom Star-Schweiß seiner Wahl berieselt werden möchte, muss als erstes ein sogenanntes „Front-of-Stage“-Ticket kaufen. Doch damit steht man noch lange nicht GANZ vorn. Jetzt heißt es früh genug losfahren, um im sogenannten „Roll-Call“ eine möglichst niedrige Nummer auf den Handrücken geschrieben zu bekommen. Zumindest läuft das bei den Bruce-Konzerten so. Je früher Sie vor Ort sind, desto niedriger ist die Zahl. Nach Mönchengladbach sind meine Freundin Liane, mein Englisch-Lehrer Kevin aus New York und ich in meinem kleinen schwarzen City-Hopper, einem Toyota Yaris, mit lauter Bruce-Musik und lauthals mitsingend ganze eineinhalb Tage vor Konzertbeginn 5 Stunden lang hingefahren. Und wir haben es tatsächlich geschafft, die Zahlen Nr. 161, 162, 163 zu ergattern. Das ist wirklich niedrig, wenn man bedenkt, dass ziemlich genau 37.000 Menschen im Stadion waren. Doch dann hieß es warten, warten, warten und sich diese niedrigen Nummern alle paar Stunden (!) neu bestätigen zu lassen. Ja, Sie haben richtig gelesen, alle paar Stunden mussten wir uns in „Reihen aufstellen“ und es wurde „abgehakt“. Roll-Call halt. Ein richtig hartes Regiment und komplett durchorganisiert. Irgendwann, ja wirklich irgendwann, nach insgesamt 1,5 Tagen darf man dann nach weiteren stundenlangen Hürden in die Halle.
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Doch ganz ehrlich: Warum nimmt man solche Bemühungen und Unbequemlichkeiten auf sich? Das macht man vielleicht mit 15, aber doch nicht mehr mit knapp 50? Weil es sich lohnt! Weil es einfach etwas ganz Besonderes ist. Und weil es einfach verdammt viel Spaß gemacht hat. Und weil ich so manches Mal in meinem Kopf noch verrückte 15 Jahre alt bin. Und im Buch heißt es ja auch: Arbeiten ist wie Tanzen: es macht nur Spaß, wenn’s gefällt. Und ja… es hat mir gefallen. Mir doch egal, wie viele Stunden ich mit Gleichgesinnten gewartet habe. Es war doch schön, abends beim Lagerfeuer gemeinsam irgendwelche Bruce-Songs mit zu singen, die eine Coverband vor dem Stadion ganz relaxt einspielte. Ein ganz besonderes Festival-Feeling. Ich bin so sehr dafür belohnt worden, wie nie zuvor. Und yes… es hat Spaß gemacht. Und dann ging es los mit dem fantastischen Konzert. Irgendwann nach ungefähr 2 Konzert-Stunden war er dann da, der magische Moment:

Niemals werde ich vergessen, wie er mich anschaute, als er mich ausgesucht hatte. Er stand noch oben auf der Hauptbühne, da warf er den Blick auf mich. Er schlenderte galant und cool mit seiner Gitarre auf mich zu und hielt festen Augenkontakt. Endlich eine kleine Genugtuung, denn die drei blöden (aber SEHR hübschen und sexy aussehenden) Holländerinnen neben mir, hatte er schon ein paar Mal angelächelt und mich nicht! Gemeinheit. Die riefen ihm sogar immer irgendwas auf holländisch zu. Wahrscheinlich solche Sachen wie: „Hier, lekker Mädchen, lekker Mädchen.“ Wahrscheinlich klassische Groupies, die auch schon mal die weißen Feinripp der Stones und Justin Bieber kennen gelernt haben. Schüttel! Allein die Vorstellung. Obwohl sie eigentlich super nett waren!

Mist! Ich, die übergewichtige Wuchtbrumme, die das ganze Jahr kein Sport macht, hüpfte nun schon seit Stunden wie eine junge Elfe vor der Bühne auf und ab. Und JA, er hat mein Schild gesehen, auf dem stand: „Dance with the Chubby Girl“, was so viel heißt wie: Tanz mit dem dicken Mädchen. Und JA, er war skeptisch, wie das Video zeigt. Immerhin hat er vorher noch NIE mit einer Dicken auf der Bühne getanzt, wie ein Eintrag auf seiner offiziellen Website im Nachhinein bestätigte. Sollte er doch lieber mit den Holländerinnen tanzen? Doch dann nahm er mein Schild, hielt es der Band hin, von wegen: soll ich das wirklich tun und dann JA, er hat sich für mich entschieden.

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Und dann ging es los: Er warf mein Schild zur Seite und packte meine Hand. Seine Hand in meiner Hand. Wow… Und JA, er packte ordentlich zu. Oh Gott. Und dann zog er an mir, um mich hoch auf die Bühne zu ziehen. Und er zog und zog und zog. Aber nichts passierte. Oje… Ich hatte nichts, um mich mit den Füßen abzustützen oder unterstützenden Schwung nach oben zu geben. Die Bühne war für mich fast kopfhoch und es gab keine Treppe. Ich stand da wie ein nasser Sack und fühlte nur seine angespannte Hand, die mittlerweile immer fester mit meiner verschweißt war. Es reichte nicht. Dann packte er zusätzlich nach meinem Arm, doch es bewegte sich noch immer nichts. Er bekam mich nicht hoch. Er bemühte sich sichtlich neben meiner Hand auch seine Gesichtszüge nicht entgleiten zu lassen. Hatte er einen Fehler gemacht? Jetzt musste auch er da durch! Ich hatte mittlerweile echte Panik, dass ich kurz davor war, die berühmteste Gitarrenhand der Welt zu zerquetschen. Für ein Zehntel einer Sekunde sah ich die weltweite Schlagzeile vor mir, dass ich, die unbekannte Moni aus Bargteheide schuld daran sei, dass er nie wieder Gitarre werde spielen können und ich so die gesamte weltweite Fan-Welt gegen mich aufbringen würde. Sie würden mich hassen. Ich hoffte auf ein Wunder, in dem ich mich selbst beschwor: „Ich bin leicht wie eine Feder, ich bin leicht wie eine Feder.“ Aber auch das half natürlich nicht. Mittlerweile haben auch die Fans neben mir die Notlage von Bruce und mir erkannt und schoben und stemmten leicht betreten und panisch meinen dicken Hintern nach oben. Der Bodyguard von Bruce kam jetzt auch noch schnell zur Hilfe geeilt und alle zogen und schoben nun an mir. Oje… Doch dann waren endlich zumindest meine Knie schon mal oben auf der Bühne angekommen und ich hing sehr unsexy vornüber gebeugt auf dem Bühnenboden.

Die Kamera hielt mittlerweile voll auf meinen Hintern und zeigte auf den 3 großen Leinwänden mein bestes Stück in PINK von hinten, denn ich hatte meine pinkfarbene Strickjacke einfach ums Kleid gewickelt, da ich ja morgens noch unbekümmert dachte: „Ach egal, sieht ja eh keiner da vorne in der Masse.“ Die Kamerafrau hatte wohl auch geglaubt, dass das alles deutlich geschmeidiger da vorne gehen würde und hielt weiterhin drauf. Na gut… irgendwann war ich oben. Und alle, wirklich alle waren froh und erleichtert. Die hoch hievenden Fans vorne an der Bühne, die Kamerafrau sowie das mittlerweile sehr erleichternd johlende Publikum (wie gesagt: fast 40.000 Menschen!), das erst jetzt mein Gesicht zu sehen bekam. Doch ich glaube, besonders er! Eigentlich hat das ganze Stadion insgesamt einmal erleichtert aufgeatmet, als ich oben war. Und sicherlich hat das kollektive Aufatmen einen deutlich messbaren Wert auf irgendwelchen regionalen Seismographen ergeben.

Gibt es eigentlich auch ein Krisen-Management für Rockstars auf der Bühne? Ich glaube nicht. Meine Güte, wenn Sie wüssten, wie viele blaue Flecken ich nachher hatte. Ich habe Fotos! Doch wie unsexy es auch war, auf die Bühne zu kommen, ich bin sicher, dass sich in der Sekunde, in der ich vor ihm stand und er mich anstrahlte, jede Frau im Stadion mindestens 30 kg mehr auf den Rippen gewünscht hat! Tja, so schnell können sich Einstellungen ändern!

Dann ging es los: Er lockerte seinen Klammergriff (die Hand war nicht gebrochen), nahm mich und meine andere Hand in die lockere Tanzhaltung, wir begrüßten uns und quatschten ein bisschen über die allgemein weltwirtschaftlichen Zusammenhänge in Afghanistan (nein, quatsch, über die Ukraine-Krise, nein quatsch… ) und wir tanzten zusammen. Leicht und beschwingt… Denn tanzen kann ich! Ach war das schööön… Plötzlich realisierte ich, dass er mich die ganze Zeit über direkt anschaute. Ich dachte, der ganze Tanz sei nur eine Show für das Publikum, und wir tanzen so ein bisschen vor uns her, aber nein. Der Tanz galt wirklich nur mir. Er nahm mich richtig ernst und hat mich wahrgenommen. Und dann sagte er etwas, was ich in meinem ganzen Leben niemals wieder vergessen werde. Er schaute mir direkt in die Augen und sagte: „You’re doing it very well!“ Wow. Das habe ich dann gleich mal auf mein ganzes Leben projiziert.

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Viele haben mich gefragt: konnte der Boss denn nun gut führen, oder nicht? Ganz klar: Jein! Doch in jedem Fall erfüllte er die Grundvoraussetzung für gutes Führen: Wahrnehmen und Ernstnehmen. Als ich es, wie schon beschrieben, nun wirklich endlich nach oben auf die Bühne geschafft hatte, nahm er mich gleich in die entsprechende Tanzhaltung. Ich wusste ja nicht, was ich da oben machen sollte. Ach ja… tanzen… Er zog mich einfach an sich. Ich war so was von überfordert, denn ich hatte plötzlich sieben Probleme auf einmal:

  1. Oh mein Gott: Bruce Springsteen steht vor mir.
  2. Oh mein Gott, ich berühre gerade Bruce Springsteen… schööön…
  3. Oh mein Gott, es haben gerade 40.000 Menschen auf meinen Hintern gesehen.
  4. Oh mein Gott, meine Haare…
  5. Oh mein Gott, hoffentlich sieht keiner meinen tiefen Ausschnitt.
  6. Oh mein Gott, ich muss jetzt auch noch tanzen!
  7. Oh mein Gott: Bruce Springsteen steht vor mir.

Zu Hilfe… Und ich hatte nur 1 Minute und 8 Sekunden Zeit. Zum Glück wusste ich das nicht vorher. Als mich Bruce dann so dicht an sich ran zog, habe ich gedacht, dass er so ein bisschen Show-Tanzen für die Zuschauer macht, aber weit gefehlt: Er hat sich tatsächlich während des ganzen Tanzes zu 100% auf mich konzentriert. Er hat in den Sekunden wirklich mit MIR getanzt. Und mich gesehen. Welcher Chef macht das schon, dass er einen sieht, fördert und sich auch noch voll auf ihn konzentriert? Ich glaube, Bruce hat in der Zeit nicht einmal ins Publikum gesehen. Meine Güte war das schön. Und das nach all’ den herausfordernden Jahren. Als ob er sagen wollte: seht her! Sie hat es geschafft! Also dieser Boss zumindest KANN führen, auch wenn er sich sogar einmal leicht vertanzt hat.

Ich war mit der Gesamt-Situation überfordert, denn mir war durchaus bewusst, dass jetzt 40.000 Augen auf mir ruhten, ich mit meinem Idol tatsächlich tanzte und ich auch noch sehr hübsch aussehen wollte. Was natürlich total schwierig war, nach 2 endlosen Tagen des Wartens in der grellen Sonne, bis wir endlich im Stadion waren. Die Haare waren komplett aus der Form geraten und das Make-up existierte praktisch überhaupt nicht mehr. Und dann kam auch schon der nächste irritierende Moment. Bruce löste mich aus der Tanzhaltung und wollte zur Drehung ansetzen… Er schob mich etwas von ihm weg und nun sollte ich mich unter seinen Arm drehen… oje.. das habe ich so schnell nicht kapiert, oder hat er etwa nicht gut geführt, der gute, alte Boss? Egal… er schaute zwar etwas irritiert, doch dann haben wir erneut angesetzt und es geschafft. Danach zog er mich ganz eng an sich ran. Ganz eng. Mein Bauch an seinen nassen, durchschwitzten Bauch. Nass an Nass! Und ja… gleich vorweg: Das Kleid, welches ich trug, ist heute selbstverständlich in Plastik eingeschweißt. Mit seinem Schweiß… Ungewaschen! Natürlich. Das behalte ich für die Ewigkeit. Das ist so heilig wie ein Elvis-Relikt.

Das Publikum johlte. Dann nahm er meine Hand und es ging an die Verbeugung. Oh Hilfe… Verbeugung! Ausgerechnet zu diesem Ereignis hatte ich am Morgen davor vergessen, auch noch schnell mein Top einzupacken, damit der Ausschnitt meines Kleides nicht so tief war. Ich hatte halt nur schnell irgendwas in den kleinen Koffer geworfen, weil ich ja vorher noch ins Büro musste und mal wieder so gut wie keine Zeit hatte. Und so war ich zum Konzert auch noch megatief ausgeschnitten, aber da dachte ich ja morgens noch: „Ach egal, sieht ja eh keiner da vorne in der Masse.“ Ich muss mich ja nicht bücken. Und was macht er? Nicht nur eine tiiiiefe Verbeugung. Nicht nur zwei tiiiiefe Verbeugungen, nein ausgerechnet auch noch drei tiiiiiefe Verbeugungen. Oh manno. Klarer Chef-Stolperer seinerseits, denn so viel Einblick wollte ich der Gesamt-Öffentlichkeit nun wirklich nicht geben. Und dann auch noch mit dem günstigen Tchibo-Kleid für 19,95 Euro, welches ich eigentlich immer nur zu Hause anziehen wollte! Aber morgens dachte ich ja noch: „Ach egal, sieht ja eh keiner da vorne in der Masse.“

Dann brachte er mich Gentlemanlike wieder zu meinem Platz. Doch plötzlich habe ich IHN überrascht. Er dachte, er bringt mich wieder zurück und das war’s dann, aber nicht mit mir! Dem Publikum nun zugewandt, sah ich mit einem Mal ein Meer an Köpfen vor mir und hatte plötzlich den starken inneren Impuls: „Yeah… Stage-Diving mit der Dicken!“ und habe die Bewegung entsprechend angedeutet, dass ich in die Masse springe. Oje. Nicht nur er, auch die Fans haben sich ordentlich erschrocken. Aber alle haben es als Joke verstanden. Klasse! Nein, ich bin dann auch nicht gesprungen. Bruce hat mich begleitet und mir Hilfestellung gegeben, wieder an meinen Platz zu kommen. Obwohl ich nachher im Video gesehen habe, dass er mir ordentlich auf meinen pinken Hintern gefasst hat… Na na na… „Lass sofort meinen Hintern los, ich zähle von 1 bis 1000.“ Aber er hat einfach nur geschoben! Und schön, dass die Fans mich dann wieder gut und sicher aufgefangen haben.

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Hach, welch ein Erlebnis. Und meine Freunde, die wieder mit mir 5 Stunden mit dem Auto durch die Nacht nach Hause fahren mussten, hatten es wirklich nicht leicht mit einer nicht mehr zu beruhigenden und hyperventilierenden Moni. („Ja, Moni… wir haben es gesehen… „) Hier berichte ich lieber keine Details. Und Liane habe ich mit einem Latte Macchiato bestochen, auch niemals etwas von den hysterischen Ausbrüchen im Auto zu erzählen!

Ich wusste noch in dieser Nacht: Dieses Erlebnis ist nicht umsonst geschehen. So etwas passiert einem nicht einfach nur so. Schon gar nicht, wenn es einer mittlerweile recht erfolgreichen Vortragsrednerin, Trainerin und Coach passiert. Und nach ca. hundertfünfzigtausendmal sagen: „Das ist ja unfassbar! Bruce hat MICH aus der Masse gehoben! Bruce hat mit MIR getanzt!“ wusste ich: das muss ich teilen. Mit all den Menschen, die nicht gesehen werden in ihrem Job. Mit all den Menschen, die ihr Potenzial nicht ausleben können. Mit all den Menschen, die schlechte Erfahrungen im Job machen oder gemacht haben und eigentlich mehr wollen und mehr können. Also mit Ihnen! Denn mir ist ziemlich schnell die Analogie klar geworden, nachdem ich mich selbst irgendwann gefragt habe: „Moni Deters, du arbeitest jetzt seit 20 Jahren in großen Konzernen. Wann hat sich je ein anderer Boss so intensiv und voll und ganz auf dich konzentriert wie The Boss?“ Meine spontane Antwort war: „Irgendwann und immer wieder mal schon, aber ehrlich gesagt: viel zu selten.“ Doch das darf sich jetzt ändern! Dafür gibt es jetzt dieses Buch! „Dance with the Boss“ – Wie Mitarbeiter ihre Chefs taktvoll führen!


Nachsatz: 6 Monate nach dem Boss-Konzert ist Kevin, mein Englisch-Lehrer aus New York, der mit im Boss-Konzert war, ganz plötzlich verstorben. Nie werde ich vergessen, wie wir im Englischunterricht morgens um 9:00 Uhr in meiner alten Firma vergeblich auf ihn gewartet haben… da lag er schon 3 Tage tot in seiner Wohnung. Aber er war im Konzert seinem Idol so nah wie nie zuvor und ich bin sicher, dass er dieses Erlebnis fest mit in die Ewigkeit mitgenommen hat.

Die regionale Presse war voll davon:

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Comments (1)

  1. Hallo Frau Deters,
    ich bin einfach nur sprachlos. Dancing with Bruce Springsteen. Live auf der Bühne.
    Das muss wirklich irre gewesen sein. Vor 40.000 Leuten …. das wer ich auch fertig gewesen.
    Für mich dann bitte eine hübsche Rock Lady … vielleicht Tina Turner. Oh Gott … unvorstellbar.
    Ist jetzt wohl in die Jahre gekommen. Aber Ihre Ausdauer das zu erreichen … ich ziehe meinen (nicht vorhandenen) Hut !
    Herzliche Grüße !
    Ulrich Nasgowitz

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